– BERLIN (BIERMANN) – Die jüngste Honorarreform für Vertragsärzte ist ein Jahr alt. Nervenärzte und Neurologen haben den endgültigen Abrechnungsdaten für das erste Halbjahr 2010 zufolge mit am stärksten von der Reform profitiert.
Die Abrechnungsstatistik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zeigt: Nervenärzte haben im 1. Halbjahr 2009 23,6 Prozent mehr verdient als 2008, bei den Neurologen waren es immerhin noch 15,5 Prozent. Der Honorarzuwachs in der Psychiatrie fiel deutlich kleiner aus und lag bei einem Plus von 9,1 Prozent verglichen mit dem Vorjahr.
Gewinner im "Honorarpoker" waren auch vor allem die neuen Bundesländer. Dort konnten die Vertragsärzte (alle Fachrichtungen) insgesamt 13, 2 Prozent mehr Honorar abrechnen als 2008. In den alten Bundesländern lag der Anstieg nur bei 5,2 Prozent. Baden-Württemberg und Bayern können sich als Verlierer der Honorarreform betrachten, in beiden Bundesländern sank das Honorar im Vergleich zum Vorjahr.
Quelle: KBV, Ärztezeitung
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