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Fachgesellschaft für Psychotraumatologie und Gewaltforschung gegründet

14.01.2010 – BERLIN (BIERMANN) – In Berlin wurde eine neue wissenschaftliche Gesellschaft, die sich mit der Gewalt und ihren psychischen Folgen auseinandersetzt gegründet worden. Sie ist offen für alle Berufsgruppen, die praktisch oder wissenschaftlich mit Gewalt und Gewaltfolgen zu tun haben, z. B. Ärzte, Polizisten, Feuerwehrleute, Notfalleinsatzkräfte, aber auch Juristen, Soziologen, Psychologen und Kulturwissenschaftler.

Maßgeblich an der Gründung der "Gesellschaft für Psychotraumatologie, Traumatherapie und Gewaltforschung (GPTG)" beteiligt waren Prof. Günter H. Seidler, Leiter der Sektion Psychotraumatologie an der Psychosomatischen Universitätsklinik Heidelberg, sowie Prof. Wolfgang U. Eckart, Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin an der Universität Heidelberg.

"In der GPTG spielt gerade die interdisziplinäre Zusammenarbeit eine große Rolle," erklärt Prof. Seidler. Dies komme auch dadurch zum Ausdruck, dass nicht nur die Folgen von Gewalt, wie sie in der Psychotraumatologie behandelt werden, sondern auch die Gewalt selbst, ihre Ursachen, ihre Erscheinungsbilder, der Umgang mit ihr und ihre Prävention die Arbeitsschwerpunkte der neuen Gesellschaft bestimmen.

Die Fachgesellschaft organisiert ihre Arbeit weitgehend in Arbeitsgruppen, deren Bildung und Leitung jedem Mitglied freisteht. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden auf regelmäßigen regionalen und überregionalen Tagungen der Fachgesellschaft zusammengetragen. Weiterbildungsmöglichkeiten - im Sinne eines Grundcurriculums für alle Berufsgruppen - werden derzeit erarbeitet.

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