– BERLIN (BIERMANN) – Hausarztverträge und Selektivverträge mit Fachärzten sollen künftig noch enger verzahnt werden. Das plant zumindest der AOK Bundesverband.
Die AOKen wollen so die Versorgung ihrer rund 25 Millionen Versicherten weiter verbessern. Ziel sei eine "gut verzahnte Behandlung", sagte der Chef des AOK-Bundesverbandes, Dr. Herbert Reichelt, auf einer AOK-Fachtagung in Berlin.
Die hausarztzentrierte Versorgung sei ein probates Mittel und eine solide Basis, um AOK-Versicherten einen zeitnahen Zugang zu einem Facharzt zu ermöglichen. So könne gerade durch eine leitliniengerechte und strukturierte Diagnose bestimmter Erkrankungen die Verknüpfung von Hausarztverträgen und Selektivverträgen mit Fachärzten verbessert werden.
Gute Beispiele seien hier laut Reichelt die beiden Indikationen Rheuma und Depressionen. Bei der Versorgung dieses Patientenkollektivs bestünden noch immer erhebliche Mängel: Patienten müssten oftmals Monate auf einen Facharzttermin warten und die Diagnose sei häufig ungenügend. Diese Versorgungsprobleme könnten laut Reichelt durch eine bessere Verzahnung bald der Vergangenheit angehören.
Quellen: AOK, Ärztezeitung, mf
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