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Ratiopharm empfiehlt sich Käufern: Gute Aussichten für 2010

Ratiopharm produziert unter anderem Schmerzmittel und pflanzliche Präparate gegen Gedächtnisstörungen und Demenz. (Bild: Ratiopharm)
Ratiopharm produziert unter anderem Schmerzmittel und pflanzliche Präparate gegen Gedächtnisstörungen und Demenz. (Bild: Ratiopharm)

12.03.2010 (BIERMANN) – Vor seinem Verkauf will der Medikamentenhersteller Ratiopharm mit positiven Zahlen punkten: Nach eigenen Angaben schnitt das Unternehmen im vergangenen Jahr trotz des Kostendrucks im Gesundheitsbereich besser ab als erwartet. Auch der Ausblick fällt optimistisch aus.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 307 Millionen Euro gestiegen und habe über Vorjahr und Plan gelegen, berichtete das Unternehmen am Freitag. Der Umsatz habe mit 1,6 Milliarden Euro das Vorjahresniveau erreicht. Vor allem das internationale Geschäft, das auf mehr als 50 Prozent des Gesamtumsatzes gestiegen sei, habe zu dem sehr guten Jahresergebnis beigetragen. Gleichzeitig habe sich das Geschäft im deutschen Markt besser entwickelt als erwartet.

Im laufenden Jahr rechnet die Ratiopharm-Gruppe in Deutschland vor allem aufgrund der sehr guten Abdeckung bei den Rabattverträgen der gesetzlichen Krankenversicherungen mit einer Steigerung der Marktanteile. Ratiopharm ist nach der zum Schweizer Pharmakonzern Novartis gehörenden Sandoz/Hexal/1A-Pharma-Gruppe (geschätzter Marktanteil 35 Prozent) mit rund 23 Prozent Marktanteil die Nummer zwei im deutschen Generikamarkt.

Bis 2014 erwartet Ratiopharm nach früheren Angaben einen jährlichen Umsatzanstieg von durchschnittlich acht Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Der operative Gewinn soll im gleichen Zeitraum auf 530 Millionen Euro klettern, was einem durchschnittlichen Anstieg von 20 Prozent entspricht.

Ratiopharm soll noch im ersten Quartal verkauft werden, weil der bisherige Eigentümer, die Merckle-Gruppe, auf Druck der Gläubiger die Schulden drücken muss. Eine Vorentscheidung könnte bis zum 19. März fallen. Bis dahin sollen der israelische Generikahersteller Teva Pharmaceuticals, der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer und die isländische Actavis eine endgültige Offerte abgeben. Zuletzt lagen die Gebote bei annähernd 3 Milliarden Euro. (dpa)

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