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Merck sieht nach Rückschlägen wieder Aufwärtstrend

Dr. Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Merck KGaA (Foto: Merck)
Dr. Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Merck KGaA (Foto: Merck)

28.10.2009 – DARMSTADT (dpa) – Nach einem drastischen Gewinnrückgang sieht der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck wieder einen Aufwärtstrend. "Die Zahlen des dritten Quartals zeigen eine Verbesserung zum ersten Halbjahr 2009. Sogar in unserem Chemiegeschäft, das deutlich durch die Wirtschaftskrise beeinträchtigt war, sehen wir einen klaren Erholungstrend", sagte der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Karl-Ludwig Kley, am Montag bei Vorlage der Bilanz für die ersten neun Monate.

Im dritten Quartal sank das operative Ergebnis um 28,2 Prozent auf 222,2 Millionen Euro. Wie bereits im zweiten Quartal waren vor allem höhere Marketing- und Vertriebskosten für die Einführung neuer Medikamente für den Rückgang verantwortlich. Unter dem Strich wies Merck einen Gewinnrückgang auf 148,1 (Vorjahr: 202,4) Millionen Euro aus. Der Umsatz stagnierte mit 1,943 (1,89) Milliarden Euro fast auf Vorjahresniveau.

Nach drei Quartalen lag der Umsatz bei 5,7 Milliarden Euro, 0,8 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das operative Ergebnis nahm allerdings um 38,9 Prozent auf 604,8 Millionen Euro ab. Das Ergebnis nach Steuern ging um 51,5 Prozent auf 318,2 Millionen Euro zurück.

Merck will die Kurzarbeit in seiner Chemiesparte in den kommenden Monaten nach und nach reduzieren und bis zum Jahresende auf Null bringen. Bei der Hauptversammlung im April hatte das Unternehmen Kurzarbeit für rund 500 Mitarbeiter im südhessischen Gernsheim angekündigt. Merck beschäftigte Ende September 2009 weltweit 32.832 Mitarbeiter.

Konzernchef Kley gab sich zuversichtlich. Er sah deutliche Anzeichen dafür, dass sich die Wirtschaft von der Krise zu erholen scheint: "Wir können nun mit Zuversicht sagen, dass Merck liefern wird, was wir zu einem früheren Zeitpunkt dieses Jahres versprochen haben." Der Umsatz der Gruppe soll etwa zwei Prozent zulegen, im Juli war eine Spanne von null bis plus fünf Prozent genannt worden.

Im Geschäftsjahr 2008 erzielte Merck einen Umsatz von 7,6 Milliarden Euro - 7,1 Prozent mehr als 2007. Das operative Ergebnis stieg um 16 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Die Aktie lag am Mittag an der Frankfurter Börse bei 68,10 Euro, etwa zwei Prozent weniger als am Vortag.

Die Sparten Merck Serono und Merck Consumer Health Care entwickeln unter anderem verschreibungspflichtige Arzneimittel für die Behandlung von Krebs, Stoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Produkte für die rezeptfreie Selbstmedikation, z.B. Medikamente, die bei Husten und Erkältungen lindernd wirken.

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