(BIERMANN) – Erythropoetin-Varianten, die nicht mehr in der Lage sind, die Bildung roter Blutkörperchen anzuregen, aber eine schützende Wirkung auf Nervenzellen ausüben, könnten zukünftig vielleicht in der Behandlung chronischer neurodegenerativer und psychiatrischer Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Morbus Parkinson oder Schizophrenie eingesetzt werden.
Entdeckt wurden die neuen Erythropoetin-Varianten von der Berliner Biotechnologin Dr. Christel Bonnas. Ihre Doktorarbeit dazu wurde jetzt mit dem Promotionspreis der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft ausgezeichnet. Bereits jetzt wurden drei Patente angemeldet, die auf die Promotion zurückzuführen sind.
Die 29-jährige Preisträgerin hat zwischenzeitlich als Wissenschaftlerin in die pharmazeutische Industrie gewechselt und beschäftigt sich nun mit Fragestellungen zur Therapie von Brustkrebs.
Der Promotionspreis der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft wird von der TSB Technologiestiftung Berlin gestiftet und ist mit 2500 Euro dotiert.
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