– FREIBURG (BIERMANN) – PD Dr. Andreas Harloff von der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Freiburg, wurde am 21. Januar 2010 in Bad Homburg von Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Gesellschaft für Neurointensivmedizin und Notfallmedizin (DGNI) mit dem Hans-Georg-Mertens-Preis ausgezeichnet.
Der Preis wird für innovative und therapierelevante Forschung in der Neurologischen Intensivmedizin und Allgemeinen Neurologie verliehen und ist mit 5000 Euro dotiert. Harloff erhält den Preis für seine wissenschaftlichen Arbeiten zur Erforschung von Schlaganfallursachen.
Unter anderem zeigte Harloff in einer Studie mit über 500 Schlaganfall-Patienten, dass das bei etwa jedem vierten Menschen nachweisbare persistierende Foramen ovale, eine kleine Öffnung der Scheidewand zwischen den Herzvorhöfen, nicht wie bislang angenommen
eine potenzielle Schlaganfallursache für nur jüngere Patienten, sondern auch für über 55-Jährige darstellt.
Gelobt wurde Harloff auch für den innovativen Charakter seiner Forschung mit Hilfe moderner Kernspintomographie zur dreidimensionalen Beurteilung der Hauptschlagader. Die Methode lässt erstmals erkennen, dass fortgeschrittene atherosklerotische Plaques der Aorta descendens Schlaganfälle auslösen können, wenn es in der Füllungsphase des Herzens zu einem Rückfluss von Blut in den Aortenbogen und somit in die zum Gehirn führenden Gefäße kommt.
Für Patientinnen und Patienten bedeuten die neuen Erkenntnisse, dass die Ursache eines Hirninfarktes mit höherer Genauigkeit als bisher bestimmt werden kann. Dies hat zur Folge, dass die medikamentöse Therapie der Betroffenen verbessert und das Risiko eines erneuten Schlaganfalls weiter reduziert werden kann.
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