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Augenfolgebewegungen und Schizophrenie: Humboldt-Preis für John A. Sweeney

Prof. John A. Sweeney (Bild: Uni Lübeck)
Prof. John A. Sweeney (Bild: Uni Lübeck)

26.01.2010 – CHICAGO/LÜBECK (BIERMANN) – Mit einem Forschungspreis der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, dotiert mit 60.000 Euro, wird der amerikanische Psychiater Prof. John A. Sweeney von der University of Illinois Forschungsprojekte an der Universität Lübeck durchzuführen: Thema wird der Zusammenhang zwischen Störungen der langsamen Augenfolgebewegungen und Psychosen sein.

Psychiater und Neurologen der Universitäten Lübeck und Kiel haben die gemeinsame Neurobiomedizin-Initiative "Intermediäre Phänotypen und Biomarker bei Bewegungsstörungen und assoziierten psychiatrischen Erkrankungen" gebildet. Im Rahmen des Teilprojekts "Veränderungen der sensomotorischen Kontrolle von Augenbewegungen als intermediärer Phänotyp für psychotische Störungen" haben PD Dr. Rebekka Lencer und Prof. Christine Klein aus Lübeck Prof. Sweeney für den Forschungspreis vorgeschlagen.

Prof. John A. Sweeney, Direktor des Center for Medicine an der University of Illinois in Chicago hat in den letzten beiden Jahrzehnten Hunderte von Patienten mit Schizophrenie, Bipolaren Störungen und Autismus hinsichtlich Störungen der Augenbewegungen und fMRT untersucht.

Das Besondere daran ist, dass er zumeist ersterkrankte, noch nicht medikamentös behandelte Patienten untersucht hat, so dass daran insbesondere Effekte der Medikation auf neuronale Systeme erforscht werden können.Zur Zeit leitet er eine große Multicenter Studie in den USA, die der Erforschung der genetischen Faktoren von Psychosen mittels phänotypischer Marker dient (BSNIP-Study).

Die Preisverleihung an Prof. Sweeney findet während der Jahrestagung 2010 der Alexander-von-Humboldt-Stiftung im Juni in Berlin statt. Dann kommt Prof. Sweeney voraussichtlich auch nach Lübeck, um hier die neuesten Forschungsergebnisse zu diskutieren und die gemeinsamen Projekte konkret zu planen.


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