– STUTTGART (dpa/lsw) – Der Mediziner und Immunbiologe Lars Fugger, Nachfahre des berühmten Augsburger Adelsgeschlechts, erhält in diesem Jahr den mit 100 000 Euro dotierten Sobek-Forschungspreis. Der europaweit am höchsten ausgeschriebene Preis im Bereich der Erforschung und Bekämpfung der Multiplen Sklerose (MS) werde Fugger am 27. November verliehen, teilte die Aktion Multiple Sklerose Erkrankter (AMSEL) am Mittwoch in Stuttgart mit.
Fugger wurde 1960 in Kopenhagen (Dänemark) geboren; er hat einen Lehrstuhl für Neuroimmunologie an der Universität im britischen Oxford. Fugger gilt als Pionier der sogenannten humanisierten transgenen Mausmodelle. Heißt: Seine Forschung schlägt die Brücke zwischen der menschlichen MS und ihren verschiedenen Tiermodellen.
Der Preis wird jährlich von der Roman, Marga und Mareille Sobek- Stiftung zusammen mit verschiedenen Verbänden vergeben. Die Stiftung war ins Leben gerufen worden, nachdem Mareille Sobek, einziges Kind des Darmstädter Unternehmerehepaares Roman und Marga Sobek, mit 21 Jahren an MS gestorben war.
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