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– HAMBURG (BIERMANN) – Erstmalig beschäftigt sich ein internationaler Fachkongress mit dem Themenkomplex Patientenedukation bei Multipler Sklerose. Am 22. und 23. Januar tagen Experten aus der ganzen Welt in Hamburg, um sich über evidenzbasierte Patienteninformation auszutauschen.
Patientenzentrierte Medizin ist ein Qualitätskriterium für Gesundheitssysteme. Patienten als Experten ihrer Erkrankung mit einer hohen Selbst-Mangementkompetenz rücken zunehmend in den Fokus der Gestaltung der Gesundheitsversorgung. Dennoch werden Patientenwünsche zur Beteiligung an medizinischen Entscheidungen immer noch unterschätzt.
Gerade Entscheidungen zur Immuntherapie der Multiplen Sklerose sind oft sehr abhängig von den individuellen Präferenzen. Sie machen ein patientenseitiges Abwägen von Nutzen und Schaden bzw. Risiken notwendig. Insbesondere mit den neueren Substanzen mit möglicherweise tödlichen Nebenwirkungen wird eine optimale Risikokommunikation und partizipative Entscheidungsfindung zunehmend bedeutsam. Das gegenwärtige Wissen zu Autonomiepräferenzen, Risikowissen und Faktoren, die für eine gute Entscheidung bei MS wichtig sind ist gering.
Der Kongress findet auf Einladung des Instituts für Neuroimmunologie und Klinische MS-Forschung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) statt.
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