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– DÜSSELDORF (BIERMANN) – Mindestens 600.000 Patienten leiden in Deutschland unter chronischen Schmerzen und sind in ihrer Lebensführung oder Erwerbstätigkeit oft erheblich behindert. Neuromodulations-Verfahren führen bei vielen dieser geplagten Patienten zu einer deutlichen Besserung ihrer Beschwerden.
Ein kleines Gerät, der Neuromodulator - ähnlich einem Herzschrittmacher - steuert über zwei an der Hirnoberfläche oder direkt im Körper oberhalb des Nerven platzierte Elektroden elektrische Impulse, die die Weiterleitung des Schmerzes unterbrechen. Die Anwendungsmöglichkeiten richten sich nach dem Krankheitsbild und reichen von Elektroden unter der Haut, an peripheren Nerven, am Rückenmark oder im Gehirn bei der Stimulation spezieller Anteile der Hirnrinde oder der Tiefen Hirnstimulation.
Man geht davon aus, dass bei neuropathischen Schmerzen nur etwa 50 Prozent aller betroffenen Patienten mit Medikamenten ausreichend therapiert werden können. Da die Regenerationsfähigkeit des Nervensystems beschränkt ist, ist eine "Heilung" nicht möglich. Dennoch, so die Experten des Zentrums für Neuromodulation, sei es möglich, bei ausgewählten Indikationen für 70 bis 80 Prozent der mit Medikamenten nicht mehr behandelbaren Neuropathien noch eine dauerhaft zufriedenstellende Schmerzkontrolle zu erreichen. Ein Fachsymposium zum Thema "Neuromodulation bei Schmerzen" am 28. November in Schloss Mickeln stellt die Einsatzgebiete der Neuromodulation an der Düsseldorfer Uniklinik vor.
Auskunft:
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Neurochirurgische Klinik
Prof. Dr. Jan Vesper
Dr. Christian Wille
Moorenstr. 5
40225 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 81-18408
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