- Startseite
- Politik
- Kliniken & Praxen
- Medizin & Forschung
- Pharma & MedTech
- Praxismanagement
- Personalien
- DGN 2008
- DGN 2009
- DGPPN 2007
- DGPPN 2008
- DGPPN 2009
– BURGAU (dpa/lby) – Wissenschaftler aus aller Welt beraten seit Donnerstag in Burgau (Landkreis Günzburg), wie Verletzungen am Gehirn geheilt werden können. Anlass für das Treffen der Neurologen, Psychiater und Mediziner ist das 20-jährige Bestehen des Burgauer Therapiezentrums als Spezialklinik für die Behandlung von Hirnschädigungen nach Unfällen, Blutungen oder Herz-Kreislauf- Versagen.
Die Experten wollen sich bei dem dreitägigen Treffen mit speziellen Aspekten der Intelligenz befassen. Einer der Hauptreferenten ist Professor Rolf Pfeifer von der Eidgenössischen- Technischen Hochschule Zürich; er gilt als einer der führenden Experten für künstliche Intelligenz.
Pfeifer, der in Burgau das Eröffnungsreferat hielt, vertritt die These, intelligentes Verhalten könne man einem Roboter nicht einprogrammieren. Es sei vielmehr das Ergebnis einer Wechselwirkung zwischen Person und Umwelt und könne nur verstanden werden, wenn das gesamte System von Person und Umwelt betrachtet werde. Dies sei ein Ansatz für die Interaktionsmodelle zur Rehabilitation von Hirnschädigungen.
Das Therapiezentrum Burgau wurde 1989 als Spezialklinik zur Rehabilitation von Menschen mit schwersten Hirnschädigungen eröffnet. Es wurde von dem Augsburger Unternehmer Max Schuster gegründet, nachdem seine Tochter 1987 bei einem Unfall schwerste Schädel- Hirnverletzungen erlitten hatte. Sie konnte in den USA und der Schweiz von Experten so erfolgreich behandelt werden, dass sie heute selbstständig in Augsburg leben kann. Ihr Vater gründete daraufhin mit eigenem Geld das Zentrum in Burgau, das in den 20 Jahren seiner Existenz zu einer der führenden Fachkliniken in Deutschland geworden ist.
Noch keine Kommentare vorhanden.