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"Stimulationszentrum" für psychisch Kranke in Erlangen gegründet

26.01.2010 – ERLANGEN (dpa/lby) – In Nordbayerns erstem "Stimulationszentrum" in Erlangen können künftig psychisch kranke Patienten mit modernen Methoden behandelt werden. Zielgruppe seien Menschen mit einer akuten oder chronischen Erkrankung wie Depression oder Schizophrenie, teilte die Universität am Montag mit.

Für sie stünden drei moderne Therapien zur Verfügung: die transkranielle Magnetstimulation, bei der Gehirnbereiche mit Hilfe von starken Magnetfeldern stimuliert oder gehemmt werden; die Elektrokonvulsion, wo mit Einsatz von Strom beim narkotisierten Patienten ein epileptischer Anfall ausgelöst wird; und die Reizung des Vagusnervs, eines Hirnnervs, mit elektrischen Strömen.

"Die angewandten Verfahren gehören zu den wirksamsten Therapieformen und führen auch in schwierigen Krankheitsfällen zu deutlichen Verbesserungen für die Betroffenen", erklärte der Leiter des Zentrums, Prof. Wolfgang Sperling, in einer Mitteilung. Stimulationsverfahren könnten auch bei Angst-, Zwangs- oder Suchterkrankungen helfen. Bei Schmerz- und Tinnituspatienten kämen sie als Alternative zu herkömmlichen Behandlungen ebenfalls infrage.

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