– WIESBADEN (dpa) – Auch die Gesundheitsreform kann den Anstieg der Krankenhauskosten nicht stoppen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stiegen die Ausgaben der Krankenhäuser im vergangenen Jahr auf 72,6 Milliarden Euro.
Das waren 3,4 Milliarden Euro oder fünf Prozent mehr als 2007, teilte die Statistikbehörde in Wiesbaden am Donnerstag mit. Für das laufende Jahr erwarten die gesetzlichen Krankenkassen sogar eine Steigerung um etwa 7,5 Prozent.
Größter Kostentreiber im Jahr 2008 war nach Berechnungen der Statistiker aber nicht die medizinische Versorgung, sondern die Ausgaben für Wasser, Energie und Heizung. Dafür zahlten die Kliniken 10,9 Prozent mehr. Auf Platz zwei folgten mit einem Plus von 9,6 Prozent die Ausgaben für Lebensmittel. Die Personalkosten stiegen um 3,4 Prozent auf 43,4 Milliarden Euro.
Die 2083 deutschen Krankenhäuser mit ihren 503.000 Betten nahmen im vergangenen Jahr 17,5 Millionen Menschen stationär auf. Bei den Patienten wurde ein Zuwachs um zwei Prozent (341.000) registriert.
Die Zahl der Kliniken verringerte sich um vier, die der Betten um 3600. Die durchschnittliche Verweildauer der Patienten ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Tage auf 8,1 Tage gesunken.
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