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Heikle Hirn-OP nun auch in Heidelberg möglich

09.11.2009 – HEIDELBERG (dpa/lsw) – Besonders komplizierte Hirn-Operationen sind künftig auch am Universitätsklinikum Heidelberg möglich. Damit gehört die Neurochirurgische Klinik zu den wenigen Zentren in Deutschland, an denen derartige Eingriffe machbar sind, teilte das Uniklinikum mit.

Mit Hilfe eines neuen, speziellen Kernspintomographen könnten nun auch besonders heikle Hirntumore während der Operation präzise dargestellt und entfernt werden, hieß es. Über vergleichbare Geräte verfügten sonst nur Kliniken in Kiel, Erlangen und Ulm sowie Hannover. In Deutschland erkranken den Angaben zufolge jährlich etwa 6000 Menschen an einem Tumor, der vom Gehirngewebe ausgeht.

Tumor- und gesundes Hirngewebe lassen sich laut Klinik auch unter dem OP-Mikroskop nicht sicher unterscheiden. Der neue Magnetresonanz- Tomograph in Heidelberg erzeugt eine magnetische Feldstärke von 1,5 Tesla und ist damit mehr als siebenmal stärker als sein Vorgänger.

Dadurch soll er deutlich genauere Bilder des Hirngewebes liefern. Mit dem neuen Gerät sollen Tumoren genauer lokalisiert werden. Bei ihrer Entfernung könnten so wichtige Hirnfunktionen erhalten und ein erneutes Wachstum des Tumors möglichst lang hinausgezögert werden.

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